Liebe Kundinnen, liebe Kunden!

Aktuell konsolidiert der Silber- und Goldpreis und verläuft eher seitwärts, mit leicht abschwächender Tendenz.

Massive Preiserholung bei Silber seit Jahresbeginn, aktuelle Seitwärtsentwicklung

Seit Jahresbeginn 2020 konnte die Unze Silber (31,1 g bei Reinheit von 999,9), gemessen in USD, einen Zuwachs von mittlerweile rund 35,6% erzielen. Der Preis für eine Unze Gold stieg seit Jahresbeginn ebenfalls deutlich – und zwar um ca. 21,2%. Im Vergleich dazu notiert Platin 9,7% niedriger, Palladium stiegt rund 22,9% an. Aktuell konsolidieren die Preise für Silber und Gold nach dem deutlichen Anstieg im Juli dieses Jahres und bewegen sich eher seitwärts. Das dürfte mittel- und langfristig ein gutes Einstiegsniveau darstellen.

Die Schweiz – DER Handelsplatz für Gold weltweit

Im weltweiten physischen Goldhandel belegt die Schweiz den Spitzenplatz. Rund 70% des weltweit jährlich produzierten Goldes wird in der Schweiz verarbeitet bzw. geschmolzen, geläutert und meist auf höchste Reinheit, 999,9, gebracht. Der Goldgehalt des angelieferten Edelmetalls von Minen aus aller Welt beläuft sich auf 60% bis 99%. Die Schweizer Goldraffinerien haben eine jährliche Kapazität von ca. 2 900 Tonnen.

Warum ist gerade die Schweiz in diesem Bereich so dominant? Offensichtlich schätzt man in diesem Geschäftsfeld besonders die politische Stabilität, die guten Beziehungen zu den Banken wie auch vorteilhafte steuerliche Bedingungen und nicht zuletzt: Diskretion.

Was in der obigen Grafik besonders auffällt, ist die hohe Menge an Gold, das innert der letzten 1,5 Jahre im Land verblieben ist. Offensichtlich schätzt man die Schweiz vermehrt nicht nur als Verarbeitungsstandort, sondern ebenfalls als Aufbewahrungsort für das Edelmetall. Gerüchten zufolge lagert teils auch russisches Gold in der Schweiz, und würde so indirekt in Zeiten von politischen Konflikten Russland zu einer Art Schutzmacht für die Schweiz machen.

Silber als Vorsorge für erwartete Turbulenzen im Finanzbereich

Hinsichtlich der Investmentnachfrage nach Silber dürfte 2020 das bislang bedeutendste Jahr seiner Geschichte sein. Von März bis Ende Juli 2020 flossen rund 400 Mio. Unzen in die öffentlich nachvollziehbaren Silber-ETFs (das Kürzel steht für Exchange Traded Funds, eine Art börsenkotierte Fonds für Anleger) und in die Lagerhäuser der COMEX. So kamen also innert rund 3,5 Monaten 330 Mio. Unzen Silber in die Silber ETFs und 70 Mio. Unzen in die Silberlager der COMEX, der weltweit bedeutendsten Futures- und Derivate-Börse für Rohstoffe. Im selben Zeitraum wurden 60 Mio. Unzen Gold (Gegenwert von ca. 100 Mrd. USD) je zur Hälfte in die Gold-ETFs und zur COMEX überwiesen. Deren Vorräte haben dadurch um rund 60% auf 160 Mio. Unzen zugenommen, wie der US- Silberanalyst Ted Butler nachweist. Von März bis Juli erfuhren die weltweit bekannten Silbervorräte für Anlagezwecke einen Anstieg von 1,1 Mrd. Unzen auf 1,5 Mrd. Unzen, was einem Plus um 36% entspricht. Ausschlaggeben war die Zunahme der Investmentnachfrage um 400 Mio. Unzen Silber, im Gegenwert von rund 7 Mrd. USD.

Worin liegt hier die Brisanz? Das gesamte Anlagegold der Welt beläuft sich auf 3 Mrd. Unzen, aus einem gesamten Goldbestand von 6 Mrd. Unzen in den unterschiedlichsten Formen von Gold. Der Zufluss an Gold in Höhe der oben angesprochenen 60 Mio. Unzen Gold in die Gold-ETFs und die COMEX-Lagerhäuser repräsentieren lediglich 2% des weltweit vorhandenen Anlagegoldes. Dagegen stellen die 400 Mio. Unzen an hinzugekommenen Anlagesilber rund 20% des weltweit verfügbaren Anlagesilbers in Höhe von 2 Mrd. Unzen Silber (in Form von 1 000 Unzen Barren, nach Industriestandard «good delivery») dar. Mit diesen insgesamt 1,5 Mrd. Unzen Anlagesilber befinden sich nun 75% des weltweiten Anlagesilbers in Industriestandard Barren in den bekannten Silber ETFs und den COMEX- Warenhäusern, wogegen sich bei Gold mit 160 Mio. Unzen lediglich etwas mehr als 5% des weltweiten Anlagegoldes mit 3 Mrd. Unzen in den genannten Anlagehorten befindet.

Warum steigt der Silberpreis nicht?

Innerhalb von gut 4 Monaten wurden also 20% des bekannten Anlagesilbers bzw. 50% der jährlichen Silberproduktion aus Minenproduktion von Anlegern nachgefragt, und dennoch fiel im März zuerst der Silberpreis um rund 30%, und liegt gegenüber Jahresbeginn mittlerweile um lediglich rund 35% im Plus. Eine solche immense Nachfrage innert weniger Monate hätte bei jedem anderen Metall zu einer Preisvervielfachung geführt. Warum nicht bei Silber? Funktioniert der Preismechanismus hier nicht?

Wie Ted Butler nachweist, ist die US-Grossbank JPMorgan Chase der grösste Marktteilnehmer im Handel von Futures-Kontrakten im Edelmetallbereich, und dürfte im Verlauf der letzten Jahre einen eigenen Silberbestand in Höhe von rund 1 Mrd. Unzen Silber aufgebaut haben. Ein Grossteil des Silbers, vielleicht 300 aus den 400 Mio. Unzen Silber, das in die grossen ETFs (SLV, SIVR, ZKB und Sprott) und die COMEX innerhalb März und Juli geflossen ist, wäre somit aus dem Bestand von JPMorgan gekommen. Somit wäre es höchstwahrscheinlich lediglich an die Silber ETFs und die COMEX-Lagerhäuser «geleast». Der Vorteil für JPMorgan bestünde darin, Eigentümer des Silbers zu bleiben und gleichzeitig einen Ertrag daraus zu erzielen.

Nur: Bei jedem Leasing kommt irgendwann die Rückgabe der Ware oder die endgültige Bezahlung. JPMorgan, nun mit 5 Verurteilungen für massive und verbrecherische Marktmanipulationen gebrandmarkt, ist bekannt dafür, nichts zu tun, ohne dabei einen erheblichen Vorteil zu generieren. Die andere Seite dieses Geschäfts wird also die Zeche zahlen müssen. Wann? Das wissen wir nicht; jedoch: beim nächsten Ansturm der Anleger auf Silber könnte die Situation eskalieren – der Preis von Silber ebenfalls.

Beispiel Türkei

Die Türkei steht finanzpolitisch auf Messers Schneide. Die Türkische Lira hat im laufenden Jahr gegenüber dem USD um rund 30% abgewertet. Diesem Verfall der heimischen Währung treten die Türken offensichtlich mit einem deutlichen Anstieg im Erwerb von Silber entgegen – eine wohl sehr weise Entscheidung und wahrscheinlich ein Trend, der sich weiter fortsetzen dürfte. Denn eine Entspannung hinsichtlich des Kursverlustes der Türkischen Lira ist derzeit nicht erkennbar.

Wo liegt das Potential bzw. der ‹korrekte› Preis für Silber?

Im Gegensatz zu Gold, das gegenüber seinem Hoch bei rund 700 USD je Unze in 1980 bereits in 2011 ein weiteres Hoch mit ca. 1 930 USD je Unze markierte, konnte unlängst ein neues Allzeit-Hoch bei knapp 2 000 USD je Unze markieren. Auf rein charttechnischer Basis ist damit Weg zu weiteren Höchständen als offen anzusehen.

Der Silberpreis dagegen notiert aktuell deutlich unter dem Preishoch aus 1980, als ein Wert von ca. 40 USD je Unze Silber erreicht wurde, und ca. 50% unter dem letzten Hoch bei Silber aus 2011, als der letzte Höchstkurs bei Silbe erreicht wurde. Silber bietet also auf Basis dieser Betrachtung ein Potential von ca. 100%.

Wenn man allerdings die Inflation in diese Betrachtung mit einbezieht, ergibt sich noch ein ganz anderes Kursziel für Silber.

Inflationsbereinigt lag der Silberpreis im Hoch aus dem Jahr 1979/80 bei rund 120 USD je Unze, im Jahr 2011 bei knapp 60 USD. Silber erscheint somit nach wie vor sehr günstig bewertet und bietet ein erhebliches Kurspotential, das theoretisch auch im dreistelligen Bereich liegen könnte.

Steigender Finanzierungsbedarf der US-Regierung

Das US-Finanzministerium rechnet mit anhaltend hohen Ausgaben und somit erheblichen Defiziten über das gesamte nächste Jahr hinweg. Allerdings kauft die US-Notenbank Fed nur einen Teil der neuen Schulden der US- Regierung, und die Zinsen fallen bzw. stagnieren auf sehr niedrigem Niveau. Sie bieten damit Anlegern keinen Anreiz mehr, diese neuen Anleihen zu erwerben. Auch sinkt der US-Dollar im Verhältnis zu anderen Währungen, ein Grund mehr für ausländische Investoren, US-Anleihen zu erwerben.

Dies dürfte den Druck auf das Zinsniveau in den USA mittelfristig erhöhen, wobei gerade steigende Zinsen Gift wären für die gesamte Weltkonjunktur. Die massive Überschuldung zwingt die meisten Länder des Westens und Chinas, steigenden Zinsen entgegen zu treten und das Zinsniveau niedrig zu halten. Dies tun sie vor allem mit immer steigenden Mengen an neuem Geld, das ohne Kosten aus dem Nichts generiert wird. So schaffen sie eine «künstliche» Nachfrage nach Anleihen, und können somit den Zins niedrig halten.

Wir sind allerdings bereits am Ende des in der Grafik unten dargestellten 60-Jahres-Zinszyklus angelangt. Demnach trifft das Zinsniveau auf Basis von Unternehmensanleihen – und damit steigenden Zinsen am Gesamtmarkt – wie- der auf einen erheblichen Aufwärtsdruck. Denn nicht nur die sinkende Bonität vieler Unternehmensanleihen müssen sich über kurz oder lang in steigenden Zinsen niederschlagen, sondern auch die schiere Menge an immer neuen Unternehmens- wie Staatsschulden müssen sich in steigenden Zinsen ausdrücken. Denn wer soll sonst all diese ungeheuren Mengen an Schulden in Form von Staats- oder Unternehmensanleihen noch kaufen?

Wenn steigende Zinsen kommen, bricht die Weltwirtschaft unter der massiven Last der Schulden zusammen. Zu allererst trifft es dann den Bankensektor. Viele Banken würden dies nicht überleben, das Finanzsystem würde kollabieren. Edelmetalle würden auch in einer solchen Situation massiv profitieren.

Wachsende Schuldenkrise in China

Ein kurzer Blick nach China. Nachdem das AAA-geratete Staatsunternehmen Yongcheng Coal and Electricity Holding Group eine 1-Milliarde Yuan schwere Anleihe (ca. 150 Mio. USD, resp. 134 Mio. CHF, ca. 124 Mio. EUR) nicht zurückzahlen konnte, geraten hier weitere grosse Unternehmen in Finanzschwierigkeiten und stehen in der Gefahr, die Rückzahlung von Unternehmensanleihen nicht erfüllen zu können. So brachen zuletzt die Anleihen von Chinese Coal Miner ein, ebenso wie die Anleihen der Tsinghua Unigroup, die im November nicht in der Lage war, eine 1,3 Mrd. Yuan schwere Anleihe zu bedienen.

Besorgniserregend auch die Entwicklung von Brilliance Auto, die im November eine 6,5 Milliarden Yuan schwere Anleihe (knapp 1 000 Mio. USD) nicht bedienen konnte. Brilliance Auto ist der Partner von BMW für dessen China-Geschäft und besitzt 25% an dem Gemeinschaftsunternehmen. Brilliance Auto gehört der Liaoning Provinzregierung. Und Anleiheinvestoren hätten es wohl kaum für möglich gehalten, dass Staatsunternehmen nicht in der Lage sein werden, ihre Anleihen zu bedienen. Und noch eines zeigen diese Grafiken nebst der Unfähigkeit grosser chinesischer Unternehmen, ihre Schulden zu bedienen: die wirtschaftliche Situation in China hat sich offensichtlich stärker eingetrübt, als es das Land uns glauben machen will. Die Last der Schulden der Unternehmen in China wird schwerer und schwerer zu tragen.

Der chinesische Staat wird wohl vermehrt wieder als Bürge eintreten müssen, um den chinesischen Anleihemarkt zu beruhigen. Eines aber wird hier ganz deutlich: die hochgelobte Wirtschaftsentwicklung Chinas wurde wohl aufgrund zu hoher Kredite erkauft, eine steigende Zahl an Unternehmen scheint nicht mehr in der Lage, die Finanzierungskosten zu bedienen aufgrund einer sich deutlich einschränkenden Wirtschaftsentwicklung.

Auch die EZB kauft mehr und mehr Staatsanleihen auf

Mittlerweile besitzt die Europäische Zentralbank rund 43% der deutschen Bundesanleihen und zudem etwa 40% der italienischen Staatsanleihen. Ende 2019 lagen diese Quoten noch bei 30% bzw. 25%. Bei einem Aufkäufer dieser Grössenordnung spielt es offensichtlich für die Staaten keine Rolle mehr, eine Haushaltsdisziplin an den Tag zu legen. Das Ende des Systems scheint mehr als nahegekommen zu sein.

Weltweit trüben sich die Aussichten ein

Mehr als 18 Millionen Amerikaner sind derzeit mit ihren Miet- oder Hypothekenzinszahlungen im Rückstand. So nutzen derzeit rund 11 Mio. Amerikaner Stundungen bei Mietzahlungen, und zwischen 4 und 5 Mio. bei Hypothekenzinsen, die bis zum Jahresende 2020 auslaufen. Wenn der Staat nicht auch in diesem Bereich weiterhin als Zahler eintritt, verlieren Millionen Amerikaner ihre Wohnungen oder Häuser.

In Deutschland sind mittlerweile viele Mio. Menschen im Rückstand mit ihren Miet- und Stromkostenzahlungen, bzw. bei der Zahlung von Zins und Tilgung ihrer Hypotheken. Allein im 3. Quartal 2020 mussten knapp 900 000 Unternehmen (nur Firmen mit 3 oder mehr Mitarbeitern) Insolvenz anmelden.

Weihnachtsaktion für KMU – eine einmalige Gelegenheit, die sich auszahlen dürfte!

Für klein- und mittegrossen Unternehmen läuft aktuell unsere Weihnachtsaktion: bei Eröffnung eines S-Deposito light schenken wir Ihnen die Kommission, was einer Ersparnis von 2,5% auf den Wert der Silberunzen entspricht. Mit einem S-Deposito light können Sie zwischen 250 und 500 Unzen Silbergranulat erwerben, per Einmalzahlung oder flexiblen Zahlungen. Bitte sprechen Sie dazu Ihren Berater oder auch uns an und nutzen Sie diese Gelegenheit, Ihre Unternehmensfinanzen auch ins Silber zu diversifizieren und damit auf eine weitere Säule zu stellen. Zusätzlich können Sie das S-Deposito light für Tauschgeschäfte («Bartern») nutzen. Bezahlen Sie bei einer steigenden Anzahl an Unternehmen.

Wir wünschen gesegnete Weihnachten und Gottes Segen für 2021!

an dieser Stelle bedanken wir uns herzlich für das uns in diesem herausfordernden Jahr entgegengebrachte Vertrauen. Die angenehme Zusammenarbeit hat uns grosse Freude bereitet. Wir freuen uns, mit Ihnen und vor allem mit unserem HERRN Jesus, das Jahr 2021 anzupacken. Mit seinem Segen, Schutz und seiner Leitung wollen wir unseren Weg weitergehen. Seien Sie behütet und bewahrt und gesegnet mit bester Gesundheit!

«Got Gold?» – haben Sie Gold und vor allem Silber? Gerne informieren wir Sie über unsere Produkte: 1-Unzen Silbermedaillen: den «Silber-Haggai». Die 1-Unzen Goldmedaille wie auch den 1-Unzen Goldbarren «Gold-Haggai»; sowie das S-Deposito zum günstigen Erwerb und der Lagerung von hochreinem Silbergranulat im Schweizer Zollfreilager, wenn es um grössere und sicher zu verwahrende Vermögensteile geht. Lassen Sie sich von unseren erfahrenen Beratern informieren.

PS: Von Kundenseite erreichte uns folgende Anfrage an unsere Kundschaft, die wir hier gerne weitergeben:

Wir (seit 1999 Selbstversorger) suchen: Haus/Bauernhaus/Wohnung mit Scheune/Schopf u/o Stall mit viel Umschwung (2 ha) für 4 Pferde. Ideal wäre ein Reitplatz oder dann Bauland. Miete oder Kauf. Gerne mit christlichem Familien-/Gemeindeanschluss. Bevorzugt deutschsprachige Kantone. 079 848 86 18 oder pcastioni at bluewin.ch

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Herzliche Grüsse

Ihr Team von BB WERTMETALL AG

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